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Ocracoke: Ein Wunderschöner Besuch (Ocracoke: A Wonderful Visit)

 December 2014
By Antje & Pascal Hess
Antje & Pascal hess  Photo by P. Vankevich

Antje & Pascal hess Photo by P. Vankevich

Für unseren USA Urlaub waren wir auf der Suche nach einem ruhigen Ort an der Atlantikküste in North oder South Carolina. Nachdem die Küstenorte dort nicht unbedingt ruhig, beschaulich und ursprünglich sind, fiel unsere Wahl auf die kleine, nahezu autofreie, ehemalige Fischerinsel Ocracoke, die neben Ursprünglichkeit auch Ruhe und Entspannung versprach. Schon allein die 50-minütige Überfahrt ab Hatteras, im Übrigen kostenfrei, ist ein Erlebnis.

 
Nach der Ankunft im kleinen Fährhafen im Norden der Insel fährt man ca. 15 Minuten in den Inselort. Im Ort selbst findet man kleine nette, Restaurants und Läden sowie Cafes, die zum Verweilen und Ausruhen einladen- jedoch keine einzige Kette (Fastfood, Kleidung oder ähnliches); was genau dem entsprach, wonach wir gesucht hatten. So haben wir uns 4 Tage lang durch kleine, familiengeführte Cafes und Restaurants geschlemmt, waren mit dem Inseltypischen Golfcaddy unterwegs (obwohl Autos erlaubt sind, fährt eigentlich niemand damit), und sind unterwegs auf viele Künstler (unter anderem Maler) getroffen, mit denen man wunderbar in der Sonne über ihre Kunst plaudern konnte.
 
Das historische Lighthouse ist auf jeden Fall einen Besuch wert, allerdings nicht immer geöffnet. Ein weiteres Highlight sind die Strände, menschenleer, lang und breit- und nahezu unbebaut. Ein kleiner Teil davon lässt sich sogar mit dem Auto befahren. Im Sommer gibt es Lifeguards, oftmals Studenten, die ihre Semesterferien auf der Insel verbringen. Wer allerdings Nightlife und Freizeitparks erwartet, ist hier falsch. Dafür findet man herrlich unberührte Natur, Ausflugsmöglichkeiten zu den benachbarten und teils unbewohnten Inseln und freundliche, aufgeschlossene Insulaner, die, außer während der hektischen Sommermonate, wenn es sich ab der Fähre bereits in den Ort hinein staut, die Ruhe und Beschaulichkeit ihrer Insel zu schätzen wissen. Somit ist der Herbst und die Nebensaison mithin die beste Zeit, um die Insel zu erkunden. Das Wetter ist wunderbar, die Insel noch nicht im Winterschlaf und man kommt einfach mit den Bewohnern ins Gespräch über ihre Insel und ihren Alltag.
 
Wir haben unter anderem den Tag der offenen Tür der freiwilligen Feuerwehr besucht und haben mit mehr oder weniger Erstaunen zur Kenntnis genommen, dass auch hier Probleme, ähnlich wie in Deutschland, mit der Unterfinanzierung öffentlicher Einrichtungen vorliegen. Auch hier erhält die Feuerwehr nicht einmal einen Bruchteil dessen, was sie zum Überlegen braucht- und finanziert sich daher aus Spenden und Veranstaltungen wie etwa dem jährlichen Frühjahrsball. So konnten sie vor kurzem das neue Feuerwehrhaus und einen neuen Wagen einweihen. Bei dieser Gelegenheit trafen wir auch den Herausgeber der Ocracoke News, der uns um einen kurzen Artikel in deutscher Sprache für die Inselzeitung gebeten hat.
 
Wir haben 4 wunderbar entspannte Tage auf der Insel verbracht, sehr gut gegessen und herrlich entspannt. Ein Aufenthalt auf Ocracoke ist wie ein SPA-Urlaub, nur viel entspannter und relaxter. Wer nach Ruhe und Entspannung fernab der großen Touristenbadeorte sucht, die es auf den Outer Banks zur genüge gibt, der ist hier genau richtig!
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